Was bedeutet Open Source?
Mehr als kostenloser Quellcode: die wichtigsten Prinzipien verständlich erklärt.
Open Source bedeutet, dass der Quellcode unter einer Lizenz veröffentlicht wird, die Nutzung, Prüfung, Veränderung und Weitergabe erlaubt. Welche Pflichten dabei gelten, bestimmt die konkrete Lizenz.
Bei Open-Source-Software dürfen Nutzer den Code untersuchen und – innerhalb der Lizenzbedingungen – verwenden, verändern und weitergeben. Anerkannte Lizenzen reichen von permissiven Modellen wie MIT bis zu Copyleft-Lizenzen wie GPL oder AGPL.
Ein öffentliches Repository ist deshalb noch kein Beleg für Open Source. Enthält die Lizenz Einschränkungen für bestimmte Nutzergruppen, Branchen oder Einsatzarten, handelt es sich meist um Source Available.
Open Source heißt nicht automatisch kostenloser Cloudbetrieb, wartungsfrei, sicher oder datenschutzkonform. Lizenz, Produkt, Hosting und Support sind vier getrennte Fragen.
Managed Hosting kann kostenpflichtig sein. Enterprise-Funktionen können außerhalb der Community-Version liegen. Updates, Backups und Monitoring bleiben Betriebsaufgaben. Datenschutz hängt von Konfiguration und Nutzung ab.
Prüfe die Lizenz im Repository, die Aktivität des Projekts, offizielle Installationswege, Dokumentation und die Grenzen zwischen Community- und kommerzieller Edition. Für Unternehmen gehören außerdem Support, Verantwortlichkeiten und ein Exit-Plan auf die Shortlist.
Darf Open Source verkauft werden? Ja. Viele Open-Source-Lizenzen erlauben ausdrücklich kommerzielle Nutzung und Vertrieb. Die Lizenzpflichten müssen trotzdem eingehalten werden.
Ist jedes GitHub-Projekt Open Source? Nein. Ohne passende Lizenz bleiben wesentliche Rechte vorbehalten; auch einschränkende Source-Available-Lizenzen sind nicht automatisch Open Source.